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Bildhauer der Gespräche: „Feierabend im Museum“ mit dem Künstler Till Velten

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Beim „Feierabend im Museum“ gibt Till Velten im Gespräch mit dem Museumsdirektor Markus Landert Auskunft über seine Vorgehensweise, wenn er ein Porträt erstellt. Er spricht darüber, was ihn an den porträtierten Menschen interessiert, warum für ihn das Gespräch der Kern seiner Arbeit ist und welche Ziele er mit seinen Arbeiten verfolgt.

In der Ausstellung „Till Velten – La condition humaine“ inszeniert der Konzeptkünstler aus Basel und Freiburg sechs Videoporträts und stellt diese einer Auswahl von Werke des Autodidakten Erich Bödeker gegenüber. Mit dieser Ausstellungsanlage schafft er Erfahrungsfelder, auf denen sich das Publikum grundsätzlichen Fragen über die menschliche Existenz stellen muss.

An Abend des 4. April wird neben dem Gespräch mit Till Velten zudem das in der zweiten Hälfte Februar im Basler Christoph Merian Verlag erscheinende Buch „Sieben Bühnen. Till Velten trifft Erich Bödeker“ dem Publikum vorgestellt. Die Publikation thematisiert das Zusammentreffen zweier höchst unterschiedlicher Werkvorstellungen: Till Velten, der sich als Bildhauer der Gespräche versteht, überführt Darstellungen von Personen in raumgreifende Installationen, während Erich Bödeker, der Aussenseiterkünstler aus dem Ruhrgebiet, seine Vorstellungen von Pastoren, Ärzten oder Akteuren aus Politik und Showbusiness aus rohem Beton formt.

Das Zusammentreffen von Bödekers nacktem Mädchen mit Veltens Therapeutin oder vom Mann mit der Mühle mit dem Erbauer von Vogelhäusern erzeugt ein Spannungsfeld, das die Vielfalt des Menschenbilds eindrücklich veranschaulicht. Auf sieben Bühnen entfaltet sich ein Welttheater, das nicht nur die Möglichkeiten und Grenzen von Porträts auslotet, sondern auch die Grundbedingungen des Menschseins thematisiert.

Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen
Donnerstag, 4. April 2019, 19 Uhr

Der Eintritt zur Veranstaltung ist gratis.

Hinweis

Die Ausstellung „Till Velten – La condition humaine“ dauert bis 27. Oktober 2019.

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