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Thurgoviana - die regionale Sammlung der Kantonsbibliothek Thurgau

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Ob ein historischer Fachartikel zum Löw-Skandal, eine CD vom Jazzfestival „Generations“ oder die erste Ausgabe der Thurgauer Zeitung vom 1798 - wer Informationen rund um den Kanton Thurgau sucht, ist in der Kantonsbibliothek gut bedient: Als sogenannte Thurgoviana sammelt sie sämtliche Veröffentlichungen, die den Kanton betreffen, von Thurgauer Urheberinnen oder Urhebern stammen oder die in einem Thurgauer Verlag erscheinen.

Die Kantonsbibliothek Thurgau verzeichnet pro Jahr knapp 100‘000 Besucherinnen und Besucher. Was viele von ihnen nicht wissen: die Kantonsbibliothek ist nicht nur die grösste öffentliche Bibliothek, sondern auch eine der zentralen „Gedächtnisinstitutionen“ des Kantons.

Gemäss der Verordnung des Regierungsrates über die Bibliotheken vom 22. August 1995 strebt die Kantonsbibliothek „eine vollständige Sammlung der Veröffentlichungen an, die den Kanton Thurgau betreffen“. Als sogenannte Thurgoviana sammelt sie - wie übrigens auch alle anderen Kantonsbibliotheken der Schweiz zu ihren Kantonen - möglichst lückenlos alle Publikationen, die sich inhaltlich mit dem Kanton Thurgau befassen, die von Thurgauer Urheberinnen und Urhebern stammen oder die in Thurgauer Verlagen erscheinen.

Konkret bedeutet dies, dass etwa die Schriften des Frauenfelder Lokalhistorikers Angelus Hux ebenso in den Bestand aufgenommen werden wie die Romane des in Weinfelden aufgewachsenen Peter Stamms oder Kunstbände, die beim Benteli-Verlag in Salenstein erscheinen. In der Regel werden zwei Exemplare gekauft, eines kann ausgeliehen werden, das andere wird für die Nachwelt archiviert.

Neben gedruckten Publikationen wie Monographien, Sammelbänden, Zeitungen und Zeitschriften sowie grauer Literatur werden auch audiovisuelle Medien wie CDs, Schallplatten und DVDs gesammelt. Bei den Thurgoviana finden sich also auch Tonaufnahmen des Thurgauer Jugend-Symphonieorchesters oder die DVD der SRF-Produktion „Üse Zoo“, von welcher eine Folge im Frauenfelder Plättli-Zoo gedreht wurde.

Die Veränderungen der Medienlandschaft bedingen zudem stets auch die Anpassung des Sammelauftrags. So werden mit Einverständnis der Urheber auch digitale Publikationen archiviert und in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Nationalbibliothek Thurgauer Websites im nationalen Webarchiv registriert.

Da die Schweiz im Gegensatz zu anderen Ländern wie etwa Deutschland keine Pflichtexemplar-Regelung kennt, sind in der Schweiz die Kantonsbibliotheken in der „Hol-Schuld“.

Zuletzt deshalb unser Aufruf an Sie: Wenn Sie selbst aus dem Thurgau stammen oder hier wohnhaft sind und etwas veröffentlichen, kontaktieren Sie uns ungeniert (kantonsbibliothek@tg.ch)! Wir kaufen Ihnen gerne zwei Exemplare ab und sorgen dafür, dass Ihr Werk heute und in Zukunft optimal auffindbar, zugänglich und erhalten ist.

Bild der Sammlungsbestände der Kantonsbibliothek
Die Medienproduktion mit Thurgauer Beteiligung ist bunter, als man vielleicht denkt. Eine Auswahl jüngerer Thurgoviana, im Hintergrund Ausgaben der Thurgauer Zeitung, welche in der Kantonsbibliothek seit der ersten Ausgabe von 1798 aufbewahrt wird.

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